Historie

 

1997 feierte die Wirtschaftsgeschichtliche Forschungsstelle ihr 50-jähriges Bestehen.

 

Die WGF ist das erste und war lange Zeit das einzige deutsche Institut zur Erforschung der Geschichte und Entwicklung von Handel und Industrie. Sie wird ohne staatliche Unterstützung allein von den Mitgliedern getragen.

 

Am 1. Oktober 1946 schlossen sich auf Initiative der Hamburger Historiker Prof. Dr. Percy Ernst Schramm und Dr. Ernst Hieke 10 Hamburgische Unternehmen zur Gründung der "Forschungsstelle für Hamburgische Wirtschaftsgeschichte e.V." zusammen. 

 

Die geschäftliche und wissenschaftliche Leitung übernahm Dr. Ernst Hieke.

 Prof.  P. E. Schramm

 

Als Ziele des neu gegründeten Vereins wurde definiert, Quellenbestände in Hamburger Unternehmen zu sammeln, zu ordnen und zu bearbeiten, die Wirtschaftsgeschichte Hamburgs zu erforschen und Ergebnisse in Form von Publikationen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Von Seiten der Unternehmen bestand Interesse, den eigenen Werdegang durch Fachwissenschaftler dokumentieren zu lassen und so zu geeigneten Anlässen ihre Geschichte werbewirksam präsentieren zu können. Seit 1950 lautet der Name des Vereins "Wirtschaftsgeschichtliche Forschungsstelle e.V." 

 

Als im Jahr 1974 Dr.  Ernst Hieke verstarb, übernahm die Hamburger Wirtschaftshistorikerin Dr. phil. Maria Möring die Leitung des Vereins. 

 

Bis 1996 waren aus der Wirtschaftsgeschichtlichen Forschungsstelle 55 Einzelveröffentlichungen, 23 Ausgaben der Hamburger Wirtschafts-Chronik und eine Reihe von Sonderschriften hervorgegangen.

 

Quellen zur Firmengeschichte

Schwerpunkte lagen auf der  Außenhandelsgeschichte, der Unternehmensgeschichte sowie auf der Edition von Reiseberichten und Tagebüchern, die einen Bezug zur Hamburger Wirtschaftsgeschichte aufwiesen. 

 

Nach dem Tode Maria Mörings im Jahr 1995 führte zunächst ihr Sohn Guido G. Möring die Arbeit fort, im Jahr 2000 wurde der Hamburger Historiker Dr. phil. Sven Tode mit der Geschäftsführung und wissenschaftlichen Leitung betraut. 

 

Aus der früheren "Nischendisziplin" überwiegend firmenbezogener wirtschaftsgeschichtlicher Forschung ist heute ein anerkannter Zweig akademischer Aktivitäten geworden. Die Fragestellungen, der sich die WGF zuwendet, haben sich entsprechend interdisziplinär weiter entwickelt, und umfassen Themenstellungen der Unternehmens-, Kommunikations-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.